Beruf oder Berufung? Mittel oder Zweck?

Wähle einen Beruf, den du liebst, und du wirst nie wieder arbeiten müssen.

– Konfuzius


Meinen ersten Blogartikel widme ich allen Absolventen, die vor der Herausforderung des Berufseinstiegs stehen.

„Guten Tag, schön dass wir miteinander telefonieren. Ihr Profil ist mir schon vor Längerem aufgefallen und ich wollte mit Ihnen über einige Positionen sprechen.“

So oder so ähnlich fangen sicher viele Telefonate zwischen Berater und Kandidaten an. Als Consultant berät man diverse Personen, die unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche haben. Es gibt die Seniors, die zielstrebig einen bestimmten Karriereweg ansteben. Es gibt auch Führungspersönlichkeiten, die (oh nein, bloß nicht laut sagen) sich beruflich weiterentwickeln möchten. Schließlich lernt man nie aus? Und es gibt die Absolventen, die noch am Anfang stehen und nicht immer sicher sind welcher Weg der Richtige ist. Schließlich kann man sich durch einen schlechten Einstieg die Zukunft vermiesen – oder nicht?

Jedes Mitglied dieser Gruppen hat unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche, die möglichst zu 100 Prozent erfüllt sein sollen. Und das ist in Ordnung so. Personalberater sind schließlich auch dafür da, um zu beraten, um einen Überblick über alle Möglichkeiten zu schaffen.

In letzter Zeit habe ich mit einigen Absolventen gesprochen und ich habe sie gut verstehen können. Ich konnte verstehen welche Gedanken, Visionen und Sorgen sie haben. Dementsprechend habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich diese am besen unterstützen kann und habe mich entschieden, diesen Artikel zu schreiben.

Die erste Festanstellung ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Um dabei Fehltritte zu vermeiden sollte man meiner Meinung nach drei Faktoren berücksichtigen:

  • Position
  • Aufgaben
  • Unternehmen

Diese Faktoren zu berücksichtigen bedeutet diese zu hinterfragen. Welche Aufgaben haben mir bisher Spaß gemacht? Was wünsche ich mir von dem Unternehmen? Ist mir ein bestimmter Jobtitel wichtig? Will ich eine 40 Stundenwoche haben und wie oft kann ich mir vorstellen, berufliche unterwegs zu sein? Die Liste kann der Frage kann noch einige Zeit weitergeführt werden…

Je nachdem, ob man eine technische Position in der Entwicklung oder eine Consulting-Stelle annimmt, kommen unterschiedliche Herausforderungen auf einen zu. Meiner Erfahrung nach gibt es viele Studenten, die schon seit 1-2 Semester wissen in welchem Bereich deren Stärken liegen und dementsprechend eine konkrete Vorstellung haben, wonach sie suchen. Andere möchten sich gerne zwei unterschiedliche Bereiche anschauen. Wie soll man sonst vergleichen wenn man noch keine Vorstellung von der Aufgabe hat? Und das ist auch verständlich, deswegen bieten viele Unternehmen die Möglicheit, dass zwei Kollegen aus zwei unterschiedliche Fachbereiche bei dem Gespärch dabei sind. Dadurch bekommt man sofort wichtige Einblicke in die unterschiedlichen Aufgaben und die Themen, die für das Unternehmen relevant sind. Manchmal hat man sogar die Möglichkeit ein paar Kollegen kennen zu lernen.

Nach 2-3 Gespräche können sich die meisten Bewerber entscheiden, welche die beste Alternative ist. Und irgendwann wenn man die richtige Aufgaben und Arbeitsumgebung gefunden hat, hat man ein gutes Bauchgefühl. Und auf dieses Gefühl soll gehört werden.


“Der menschliche Geist ist mehr intuitiv als logisch und begreift mehr, als er koordinieren kann.”

Luc de Clapiers

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